
Künstler fängt tagträumerische Momente mit der Kamera ein
Ab Sonntag stellt Andreas Komotzki seine Fotos in der Galerie SK aus. Die Motive sind nur schemenhaft zu erkennen – wichtiger ist das Gefühl.
Regentropfen auf einer Scheibe: Der Blick des Betrachters erkennt das, was dahinter liegt, nur schemenhaft. Sind es die Konturen von Häusern? Sie bleiben verwaschen: Es ist nicht wichtig. Andreas Komotzki fängt mit seinen fotografischen Arbeiten die „Zwischenmomente im Leben“ ein. Es geht ihm nicht um den scharfen Blick aus dem Fenster, sondern um den nach innen. „Meine Bilder sind Emotion, Träumerei“, sagt der 52-jährige Künstler, der sein Atelier in Wuppertal-Arrenberg hat.
Er sehe sich im Grunde in der Nachfolge impressionistischer Maler, deren Fokus auf Lichtverhältnissen und Atmosphäre lag. Der zeitverlorene Blick ins Ungewisse: Diesen tagträumerischen Moment, den wohl jeder kennt, aber im modernen hektischen Alltag kaum zulassen kann, möchte Komotzki einfangen. Das Motiv sei beliebig. Das Gefühl sei entscheidend. Mitunter entstehen so auch spontane Aufnahmen „aus der Hüfte“, ohne Stativ. Die fünf großformatigen Arbeiten an der langen Wand im Atelier SK der Güterhallen sind ein „Werkblock“, extra für die Ausstellung entstanden, die am Sonntag beginnt und bis zum 13. März zu sehen ist. Dafür hat er das erste Mal sein „Werkzeug“ gewechselt: Die Arbeiten sind digital aufgenommen und erstmalig in Farbe.
Aus über 70 „Slow-Day“-Fotografien präsentiert er in der Galerie SK eine Auswahl: die meisten als „Skizze“ in kleinem Format. Zuvor, beispielsweise in der Serie „Home“, hat Komotzki ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet. Der Faktor „Zeit“ fasziniert ihn: Augenblicke einer Lebensreise.